Warum AWV-Meldepflicht ab 12.500€ beachten?

Die AWV-Meldepflicht dient der Erstellung der Zahlungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Währungsunion. 

Die Zahlungsbilanz liefert den für die Wirtschafts- und Währungspolitik zuständigen Stellen, aber auch Verbänden und Unternehmen umfassende und zuverlässige Informationen über den deutschen Außenwirtschaftsverkehr.

Wer muss die AWV-Meldepflicht beachten?

Gemäß Außenwirtschaftsgesetz (AWG) und Außenwirtschafts­verordnung (AWV) sind Zahlungen ins Ausland von mehr als 12.500 Euro oder Gegenwert zu melden. Ebenso sollten vom Austraggeber Zahlungen von mehr als 12.500 Euro oder Gegenwert an Sie gemeldet werden, sofern es sich nicht um Ausnahmen handelt. Dies regelt die so genannte AWV-Meldepflicht.

Welche grenzüberschreitenden Transaktionen müssen nicht gemeldet werden?

  • Ausfuhrerlöse
  • Wareneinfuhrzahlungen
  • Auszahlung und Rückzahlung von Krediten und Einlagen mit einer ursprünglich vereinbarten Laufzeit von bis zu 12 Monaten
  • langfristiger Kreditverkehr der Geldinstitute mit dem Ausland

Fallen reine Kontoüberträge unter die AWV-Meldepflicht?

Reine Kontoüberträge (vom Inlandskonto auf das Auslandskonto oder umgekehrt) sind nach AWV nicht meldepflichtig. Es ist zu beachten, dass Zahlungen, die von dem Auslandskonto an Ausländer geleistet oder auf dem Auslandskonto von Ausländern entgegengenommen werden, gemäß dem jeweiligen Grundgeschäft der Bundesbank zu melden sind.

Sind Bargeldmitnahmen in das bzw. vom Ausland nach AWV meldepflichtig?

Nein, Bargeldmitnahmen fallen laut Außenwirtschaftsverordnung nicht unter die AWV-Meldepflicht.

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